Wort zum Sonntag

oder der Mann hat hier Recht.

Der eine oder andere wir etwas überrascht sein über die Aussage.

Seit wir hier Bloggen haben wir schon oft erwähnt, das wir die Blase als schrumpfend und die Reichweite der „Influencer“ als massiv überschätzt einstufen. Und wir wurden oft genug als Hater oder Neider dafür beschimpft.

Und wir möchten das nicht wie er auf „seinen“ Verband beschränken.

IRGENDEIN Verband reicht!

Es gibt ja auch andere, wenn man nicht mit „Ihm“ zusammenarbeiten will. Aber wir sind durchaus erschrocken darüber, wie wenige offenbar daran ein Interesse haben, das sie weiter ihrem Hobby und/oder Job nachgehen können.

Wir haben irgendwas um die 2000 „Fachgeschäfte“ für E-Zigaretten in Deutschland. Ob wir die wirklich alle als „Fachgeschäfte“ einstufen, darauf wollen wir hier nicht eingehen. Unser Standpunkt dazu ist bekannt. Aber da arbeiten mindestens 4-5000 Leute hauptberuflich im Verkauf in der Branche.

Dazu kommen Hersteller, Abfüller, Influencer und co. mit ihren Angestellten und Inhabern.

Plus aus dem nicht hauptberuflichen Umfeld ambitionierte Dampfer, Modder, Coilbuilder, Fotografen, Stammtischbesucher und co.

Selbst wenn wir nur die wirklich Aktiven nehmen, sind das mehr als 10000 Leute die Stunden die Woche mit dem Thema zubringen. Wenn nicht viel mehr.

Und keine 1000 davon sind im einem der Konsumentenverbände Mitglied.

Wieso?

Wir verstehen es noch, wenn reine Konsumenten sich die Frage „Wieso soll ich mich da einbringen?“ stellen. Egal ob als passives Mitglied das „nur“ jährlich seinen Beitrag zahlt oder als Aktiver. Auch passive Mitglieder helfen einem Verband. Je mehr Mitglieder, desto mehr hört die Politik zu … und je mehr Mitglieder, desto mehr ist in der Kriegskasse. Und die ist aktuell leer.

Aber bei den in der Branche Berufstätigen fragen wir uns schon, wieso die so inaktiv sind. Es geht um ihren Job! Genau wie wir Leute tief in der Blase nicht verstehen, die Hunderte € im Monat für Hard- und Software rausballern, aber die paar € im Jahr für einen Verband nicht über haben.

Das ist aber kein reines Konsumentenproblem

Es ist genauso erstaunlich, wie wenige der Shops in den Händlerverbänden sind. Das kann man zwar noch bedingt über die Mitgliedsbeiträge erklären, die grade die kleinen 1-2 Personen Shops stärker belasten wie die Großunternehmen.

Aber auch das ist viel zu kurz gedacht.

Klar sind 100€ im Monat (ich nehme einfach mal die normalen Beiträge der 2 großen Verbände) Geld, das man auch anderweitig nutzen könnte. Grade als kleiner Shop. Und grade jetzt, wo nach vielen Umbrüchen und Veränderungen das Geld eh knapp ist.

Es ist aber langfristig gut angelegtes Geld!

Zumindest wenn ihr auch in Zukunft in der Branche aktiv sein wollt. Und das wollt ihr doch, oder? Und nicht 2023 in einer anderen Branche arbeiten, weil das Dampfen als Markt sich überlebt hat.

Nachtrag:

Es ist nicht unbekannt, dass wir hier durchaus recht gerne auf der Branche rumhacken. Und den Influencern, Herstellern, Verkäufern und co im Besonderen. Und die machen es uns ja echt leicht. So Sprüche wie „Jetzt ist nicht die Zeit dafür, intern Kritik zu äußern, da die Branche grade leidet“ habe uns nie davon abgehalten, genau die Kritik trotzdem zu bringen! Und das wird weiter so bleiben ….

Aber davon ungeachtet ist jetzt der Zeitpunkt für alle, denen die Branche in ihren guten wie in den schlechten Teilen am Herzen liegt, was zu tun. Ob ihr, wie wir schon in der Vergangenheit angeregt hatten, eure Politiker dran erinnert das Dampfer auch wählen oder ob ihr „nur“ einem Verband beitretet, ist uns egal. Auch ist es uns egal welchem!

Aber macht was!

Aber bitte bleibt zivilisiert dabei!

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