Die Wurzel des Bösen – China, der Privatimport und die Klone

In der Rangfolge der Todsünden, die ein Käufer begehen kann, steht ein Einkauf in China ganz klar an erster Stelle. Dicht darauf folgt der Online-Einkauf – SYLD (support your local dealer) ist das aktuelle Schlagwort.

Wie immer ist es die Schuld der Käufer, wenn Shops schließen müssen, oder auch nur Gewinneinbussen hinnehmen.

Wenn wir nicht bereit sind, noch länger als es die TPD2 vorschreibt, auf neue Hardware zu warten, ruiniert unsere Ungeduld die Händler (die es nicht geschafft haben, Geräte so rechtzeitig anzumelden, dass sie zeitnah in Deutschland erhältlich sind). Und wenn wir nicht bereit sind, das Doppelte oder noch mehr zu zahlen, sind wir so geizig, dass es sich kaum noch lohnt, einen Shop zu betreiben. Aus reiner Güte wurden trotzdem in den Ballungsräumen an jeder Ecke welche eröffnet. Und manche halten sich sogar, obwohl China existiert.

Anmerkung: Wir wissen, dass die TPD2 in D kein Gesetz ist und hier das TabakerzG und die TabakerzV gelten. Und in den anderen EU Ländern entsprechende lokale Gesetze. Wenn wir von der TPD2 reden, meinen wir die jeweilige lokale Umsetzung und verwenden den Begriff „TPD2“, weil er einfacher und kürzer ist.

Die Anbieter

Der Großteil an Hardware im Dampferbereich wird in China hergestellt. Nur einige wenige Highend-Firmen haben ihre Fertigung in Europa, Korea oder den USA.

Neben den häufig nach Deutschland importierten Marken wie Aspire, Vaporesso, Smok, Asmodus usw. gibt es Firmen, die sich primär auf die Herstellung von Klonen von Highend-Geräten spezialisiert haben, zB Ulton und Shenray. Sie deklarieren ihre Produkte ganz klar als … „style“, selbst wenn sie mit (geklontem) Logo und (geklonter) Seriennummer versehen sind. Aber auch diese fertigen mittlerweile eigene Produkte.

Und dann gibt es noch Hinterhofbuden, die Klone von Klonen und Billigverdampfern mehr oder weniger exakt herstellen und über diverse Auktions- und Verkaufsplattformen verschicken. Sie sind oft nicht als Nachbauten deklariert und fallen nur durch den ungewöhnlich niedrigen Preis auf. Bei diesen Geräten kommt es ziemlich regelmäßig zu unliebsamen Überraschungen. Mech Mod-Nachbauten ohne Entgasungslöcher, Verdampfer ohne Airflow oder mit nicht passenden Gewinden sind „normal“ dort.

Wasp Nano-Klone ohne Airflow

Bei Reklamation wird der Händler sich in den meisten Fällen sehr kulant zeigen und einen zweiten Verdampfer oder Akkuträger, der vielleicht keine Mängel hat, auf die Reise schicken…

Trotzdem empfehlen sich diese Bezugsquellen besonders für Anfänger nicht. Ein „Schnäppchen“ wie auf diesem Bild kann leicht mal böse Folgen haben…

Istick Pico-Klone ohne Sicherheitselektronik

Deswegen muss man von solchen Billigstclonen, auch wenn sie auf den ersten Anblick ok aussehen, einfach abraten. Welche Materialien verwendet werden und all die anderen relevanten Punkte sind da einfach komplett unklar!

Wir hatten zum Thema „China-Einkäufe“ schon 2019 einmal eine Umfrage gemacht (1)

  • 0-25% ihrer Einkäufe bestreiten 251 Teilnehmer in China
  • 26-50% ihrer Einkäufe bestreiten 5 Teilnehmer in China
  • 51-75% ihrer Einkäufe bestreiten 32 Teilnehmer in China
  • 76-100% ihrer Einkäufe bestreiten 95 Teilnehmer in China

Laut einer aktuellen, ähnlichen Umfrage von einem Dritten in einer anderen Gruppe, sieht es auch dort vergleichbar aus (3)

Gefragt wurde: Wo kauft ihr eigentlich eure Hardware?

  • Offi des Vertrauens 155 Stimmen
  • Deutscher Onlineshop 66 Stimmen
  • Mal hier, mal da 38 Stimmen
  • direkt in China (Ali, Wish, eBay) 32 Stimmen

Selbst innerhalb der Facebook -„Blase“ kauft also der weitaus überwiegende Anteil Dampfer in Deutschland bzw. Europa ein. Der „Normaldampfer“, der nur nicht mehr rauchen möchte und darüber hinaus keine Ambitionen hat, sich tiefer mit der Dampfmaterie zu beschäftigen, kommt vermutlich nichtmal auf die Idee, seine Hardware irgendwo im Ausland zu bestellen und dann wochenlang darauf zu warten. Er will/“muss“ auch nicht immer das neuste Gerät haben, so dass auch dieser Grund für China-Käufe entfällt.

Trotzdem wettern Shopbetreiber, Influencer, Händler und Hersteller gegen jeden Kunden oder gar Mitbewerber am Markt, der auch nur ein Schräubchen selbst importiert.

Gleichzeitig gab es unter so manchem (um ehrlich zu sein unter fast allen!) Youtube-Video einen oder mehrere Affiliate-Links zum freundlichen China-Shop um die Ecke, solange das von Youtube geduldet war. Aber die Logik der Youtuber hat ja noch nie einen Bezug zur Realität gehabt…

Mittlerweile „hetzen“ die o.g. Verdächtigen leider nicht mehr nur ausschliesslich gegen den Privatimport aus China, sondern auch gegen den Einkauf direkt beim Hersteller innerhalb der EU, unter Umgehung des Handels in Deutschland. Und spätestens das geht uns eindeutig zu weit! Man kann einen Hersteller doch nicht besser unterstützen, als direkt bei ihm zu kaufen, oder?

Die gegen China-Käufe angeführten Gründe haben teilweise beinahe einen Comedy-Effekt.

„Deutscher Stahl schmeckt besser!“ hat sich innerhalb der Szene schon beinahe zum geflügelten Wort entwickelt, zumindest aber zum Beispiel für eine völlig an der Realität vorbeigehende Wahrnehmung.

Besonders lustig ist sowas natürlich bei (meist eher „hochpreisigen“) Produkten, bei denen irgendwann herauskommt, dass der Anbieter und Designer zwar eine Firma in der EU bzw. den USA hat, aber die Produktion „heimlich“ in China stattfindet. Und so selten war und ist das nicht. Dass Personen, die auf „chinesischen Stahl“ allergisch reagieren (ja, solche Leute gibt es angeblich), das nicht bemerken, wenn es nicht dran steht, sagt alles aus, was man wissen muss.

Ebenfalls wird vom „Fachhandel“ gerne das Argument hervorgezaubert, dass es ja verschiedene „Qualitätsklassen“ bei der Fertigung gäbe. Die Shops in Deutschland verkaufen angeblich „Güteklasse A“ und die Shops „anderswo auf der Welt“ eher „Güteklasse B oder C“. Das „anderswo auf der Welt“ wird dabei gerne auf „jeden anderen Marktteilnehmer, egal wo“ ausgeweitet. Egal ob es sich um den Offi 2 Straßen weiter oder Shops in Frankreich, UK bis natürlich nach China handelt. Glaubhaft geht anders!

Auch die Ausführungen eines Shopbetreibers darüber, was innerhalb der Sperrfrist der TPD2 alles „geprüft“ wird, zeigen deutlich, dass sich nur wenig (bis gar nicht) damit beschäftigt wird, wie die Abläufe in der eigenen Branche eigentlich sind. „Vor Ablauf der Frist ist der Prüfer noch nicht mit der Begutachtung des Geräts fertig“ oder „die Zertifizierung ist noch nicht abgeschlossen“ hat mit der Realität einfach nichts zu tun! Und natürlich testet auch niemand Aromen (oder gar Verdampfer) „ob sie giftig sind“ 🙂 !

Es muss gar kein Gerät zur Prüfung vorliegen! (2)

Der Importeur/Hersteller reicht eine elektronische Mitteilung ein, die auf einem Server der EU „verschwindet“. Im Normalfall liest sie nicht einmal jemand. Nach Ablauf von 6 Monaten (in den meisten EU Staaten) darf das angemeldete Gerät verkauft werden. Nicht umsonst wird das gerne als „Stillhaltefrist“ bezeichnet, denn getestet wird da nichts. Wir kennen einige von den Herstellern (Monate vor Produktrelease) veröffentlichte TPD2 Anmeldeunterlagen mit „Laborwerten“, die wenig mit dem Produkt zu tun haben, für das sie sein sollen. Aber das ist ein anderes Thema 😉 . Und da jeder Importeur selbst anmeldet und teils eigene „Handelsmarken“ verwendet werden, eignen sich die Daten nicht einmal zu einem Rückruf, wenn ein Produkt doch mal einen Serienfehler haben sollte.

Das ist alles.

Da steht niemand vom TÜV (oder vergleichbar) und zerlegt das Produkt und schaut, ob der „Klingeldraht“, der zum 510er geht, dick genug für 50A Stromstärke ist. Und es prüft auch kein Labor, ob das, was die Hersteller bei Liquids melden, stimmt. Das haben wir im Herbst 2019 erst live erlebt, als diverse Behörden (zuerst in A, aber danach auch in D) eine Liste von Liquids zurückgerufen haben, weil laut Selbstdeklarierung bei der Anmeldung Vitamin E Acetat darin war. Und nein – es war nicht (oder nur in minimalsten Mengen als Hilfsstoff) darin. Es wurde aber hoffentlich auch dem Letzten klar, dass bis dahin niemand wirklich in die Inhaltsstoffe, die gemeldet wurden, geschaut hatte.

In UK beträgt die Sperrfrist meist nur wenige Wochen, und es gibt eine öffentliche Zulassungsliste. Und es muss auch nicht jeder Importeur dort selbst anmelden. Das macht das Ganze merklich schneller, einfacher und auch sinnvoller, als die Handhabung bei uns, die eigentlich nur den ganz grossen Anbietern hilft. Wenn ein TPD2-Artikel in einem europäischen Land legal (!!) im Verkauf steht, kann er von dort importiert und hier verkauft werden – ebenfalls völlig legal (§40 TabakerzG). Der Händler hat sich zu vergewissern, dass der von ihm verkaufte Artikel die gesetzlichen Vorgaben erfüllt und natürlich eine deutschsprachige Anleitung usw. beizulegen.

Es kommt auch eher selten vor, dass in den Shops „einfach so“ Überprüfungen stattfinden, ob alle Artikel TPD2-konform sind. Wesentlich häufiger führt der Konkurrenzkampf unter den Händlern dazu, dass unliebsamen Mitbewerbern innerhalb der eigenen Branche durch Meldungen, Abmahnungen und Anzeigen ein Knüppel zwischen die Füße geworfen werden soll.

Aber der Umgang der Marktteilnehmer untereinander wird sicher noch öfter Thema hier sein.

Fakt ist: Der überwiegende Anteil in Deutschland verkaufter Hardware kommt aus China. Sie kommt auch dann noch aus China, wenn sie ein Großhändler oder Shopbetreiber importiert. Sie ist dann auch nicht besser oder schlechter, als wenn der Endkunde sie selbst direkt in China kauft. Der Endkunde tut auch nichts „Illegales“, denn solange er kein Wiederverkäufer ist und die Geräte nicht „in Verkehr bringt“, muss er sich nicht an die TPD2 halten. Wenn es die Händler stört, dass Neuheiten direkt in China gekauft werden, müssen sie eher anmelden. Das ist möglich und hat in 2019 auch endlich einmal ganz gut (wenn auch nicht flächendeckend) geklappt. Den Chinesen ist die TPD2, deutsches Steuerrecht und deutsches Markenschutzrecht relativ egal. Auch sie verhalten sich nicht „illegal“, denn alle diese Regelungen gelten nun einmal nicht weltweit.

Ein Sonderfall sind die 1:1-Klone der Highend-Geräte

Bei einem Preisunterschied von 100 € (und mehr) bieten sie sich an, um zu testen, ob einem ein bestimmter Verdampfer gefällt. Besonders seitdem die Verkaufsplattformen für Gebrauchtgeräte weitgehend geschlossen sind, möchte kaum jemand das Risiko eingehen, auf einem teuren Original sitzenzubleiben. Die Qualität der Klone „renommierter Klonfirmen“ ist meist ok. Hakelige Gewinde und Produktionsrückstände, wie sie wohl früher üblich waren, gehören meist der Vergangenheit an. Meist hat der Stahl eine geringere Qualität, was jedoch den täglichen Gebrauch nicht beeinträchtigt. Die O-Ringe sind aber sehr oft minderwertig. Selbst das Logo und die Seriennummer werden oft 1:1 kopiert.

Klone und Original – who is who?*

Und genau darin liegt das wesentliche Problem: Immer wieder wird versucht, Klone als „Original, dessen OVP leider verloren wurde“ unerfahrenen Interessenten zu verkaufen. Das allerdings ist nicht alleine die Schuld der chinesischen Hersteller, sondern schlicht kriminelles Verhalten. Viele Klone werden inzwischen auch ohne Logo und/oder mit einer Beschriftung an einer Stelle angeboten die es jedem leicht macht, es als Klon zu erkennen.

Wer kauft diese Klone?

Ein Teil der Käufer kann sich kein Original leisten und greift deshalb zum Klon. Dadurch entgeht dem Entwickler und Hersteller des Originals nichts, denn diese Käufer würden in keinem Fall ein Original kaufen.

Ein Teil der Käufer testet gern mit dem preisgünstigen Klon, ob ihnen der Verdampfer liegt, bevor sie ein Original kaufen. Dadurch entgeht dem Entwickler und Hersteller nichts, denn wenn sie direkt ein Original kaufen würden und dann feststellen, dass es ihnen nicht gefällt, würden sie es weiterverkaufen. Und damit bleibt der „Umsatz“ gleich, denn der Käufer des gebrauchten Verdampfers kauft dann eben keinen neuen.

In dem Punkt muss man dem Handel eigentlich eine klare Teilschuld geben

Quasi jedes Produkt kann man heute vor dem Kauf testen. Wieso ist das bei Verdampfern ein Problem? Schuhe und Kleidung probiert man in jedem Laden ganz selbstverständlich an, Autos und Fahrräder fährt man Probe, aber bei einem 150 Euro RTA/RDA soll man die „Katze im Sack“ kaufen? Und das in einem Bereich, in dem kleine Details an Airflow und Handling entscheiden, ob man das Produkt lieben oder hassen wird?

Und dass man gerne mal auch bei berechtigten Gewährleistungsansprüchen selbst kurz nach dem Kauf vom Fachhandel hört, das sei ein „Hygieneprodukt“ und daher von Umtausch und Reklamation ausgeschlossen, hilft sicher nicht. Uns ist absolut klar, dass ein RTA/RDA kein Hygieneprodukt ist und auch bei diesen natürlich die Gewährleistung ganz normal 2 Jahre gilt. Nur – wer hat Lust wegen eines RTA einen Anwalt zu bemühen? Und auf genau die Faulheit bauen Teile des Handels.

Zu einem geringen Teil (auch wenn es in den sozialen Netzwerken anders aussehen mag!) gibt es „Geiz ist geil“-Käufer, die offen sagen, dass sie nicht bereit sind, so viel Geld für einen Verdampfer auszugeben, wenn es der Klon „genauso tut“. In der Tat ist das ein mieses Verhalten.

Immer wieder gibt es auch die „Helden„, die gern mit einem „teuren“ Verdampfer gesehen werden möchten, sich aber keinen leisten wollen. Und zumindest bei den Exrauchern lassen wir kein „können“ gelten. Wer geraucht hat, der hat auch das Geld für das Original. Deren Klone werden viel gezeigt, sehr gelobt und oft als Original ausgegeben. Auch wenn es keine Originale sind, machen sie trotzdem Werbung, schaden also dem Entwickler und Hersteller eher nicht. Natürlich ist auch das nicht gerade eine feine Art. Aber in welcher Branche sind schon alle Kunden mustergültig in ihrer Sozialkompetenz und Moral? Wenn das Überleben einer Firma von diesen Kunden abhängt, läuft etwas gewaltig schief.

Dumm gelaufen ist es, wenn der Klon besser funktioniert als das Original…

Es soll tatsächlich vorgekommen sein, dass der Klon die Fehler des Originals nicht aufweist – sooooo genau haben die Chinesen dabei eben doch nicht kopiert 😉 ! Dann entgeht dem Entwickler und Hersteller tatsächlich etwas. Je nachdem, wie es mit der Kulanz und dem Umgang mit den Kunden und ihren Beschwerden aussieht, kann es auch dazu führen, dass eine Firma ihren guten Ruf verliert und außer von den Fanboys generell lieber Klone ihrer Verdampfer gekauft werden. Ob das nun wirklich die Schuld der Käufer ist?

Wenn es mit Produkten der seriösen Chinahändler Probleme gibt, genügt in den meisten Fällen eine Email mit Fotos oder einem Video. Kundenzufriedenheit wird von den Chinesen als sehr wichtig erachtet. Sie bleiben immer höflich und neigen nicht zu Vorwürfen an den Kunden. Eine Taktik, von der sich etliche europäische Händler eine Scheibe abschneiden könnten!

Und an die Aluhutfraktion die sich ihre „Klone“ schönreden

Um da direkt ein paar Punkte klar zu stellen:

  • Klone laufen quasi nie vom gleichen Band wie Orginale.
  • Die Orginalhersteller verdienen nicht mit.
  • Klone sind normalerweise aus schlechterem Material gefertigt.
  • Die Orginalhersteller verkaufen auch nicht die Baupläne gegen Geld an die Kloner.
  • Die Orginalhersteller „erlauben“ auch den Verkauf der Klone nicht stillschweigend.

Uns ist klar, dass viele Leute sowas immer und immer wieder erzählen und wohl auch glauben.

Nur weil wir unserer Meinung nach dem Thema „realistisch“ gegenüberstehen, heißt das nicht, dass wir das Ganze toll finden und kritiklos gut heissen.

Wir würden aber auch niemanden in den sozialen Medien darauf ansprechen, ob die Uhr oder Handtasche echt ist (um zwei recht verbreitete Beispiele zu bringen). Oder dieser Person – wenn es kein Original ist – drohen, sie beschimpfen, ihr Schlechtes wünschen (gerne liest man da den Wunsch nach Jobverlust, Haft und weiteres). Genau das erleben wir aber täglich in der Dampferblase. Und die Reaktion des Dampfers, dem das passiert, wird sehr sicher nicht sein, dass er in Zukunft nur noch Originale kauft. Eher wird er weniger aktiv in der Blase sein und somit wohl generell weniger kaufen! Das hilft dann natürlich allen Marktteilnehmern ungemein 😉 .

Schließlich ist da noch die mangelnde Verfügbarkeit mancher Highend-Geräte

Bei diesem Thema darf man spekulieren… Werden Neuerscheinungen schon weit vor dem Verkaufsstart gehyped und vorgestellt, so dass bereits geliefert werden „muss“, wenn erst geringe Stückzahlen fertiggestellt sind, damit die Käufer nicht das Interesse verlieren? Wird absichtlich nur eine geringe Auflage produziert, damit es eine „Rarität“ bleibt und der Wunsch nach Exklusivität geschürt wird? Oder muss vielleicht sehr bald wenigstens eine geringe Menge verkauft werden, weil die Kapitaldeckung der Firma nicht so gut ist, dass eine größere Zahl produziert, gelagert und damit „vorfinanziert“ werden kann? Es gibt auch genug Fälle, in denen ein kleiner Anbieter einfach vom Ansturm „erschlagen“ wird und gar nicht so schnell expandieren kann, wie es nötig wäre, weil sowohl das Kapital als auch das Personal einfach nicht da ist!

Alle vier Varianten finden wir auf dem Markt. Und wenn ein Produkt gut ist, wollen einige Käufer sich eher nicht ein halbes Jahr in eine Warteliste eintragen lassen. Sie möchten auch nicht den gewünschten Verdampfer zum doppelten Neupreis auf ebay erwerben, nachdem sie trotz Warteliste keinen mehr abbekommen haben und auf den nächsten Batch vertröstet wurden. Auch deswegen werden etliche Klone gekauft. Und schadet es einem Anbieter, der die Nachfrage nicht decken kann bzw will?

An dem Punkt hören wir oft, dass kein Anbieter „freiwillig“ nicht so viele Waren verkauft, wie er kann. Das mag bei den meisten auch so sein (zum Geldverdienen gehört halt verpflichtend, dass man seine Produkte auch wirklich verkauft!), aber wir kennen durchaus Anbieter, die absichtlich viel weniger produzieren als Nachfrage existiert, um das Produkt „exclusiv“ zu halten. In der aktuellen Marktlage ist das die absolute Ausnahme, vor ein paar Monaten sah das jedoch noch anders aus.

Fazit:

Viel Lärm um nichts – ganz im Sinne der Shakespeare-Komödie. Niemand muss allein wegen der China-Käufer verhungern! Klon-Bashing als immer wiederkehrendes Thema ist ermüdend. Auffallend ist auch dabei, dass es immer wieder die gleichen Akteure sind, die den Untergang des Abendlandes vorhersagen, sobald jemand einen Klon kauft oder Hardware in China bestellt!

Unser Rat kann da nur Gelassenheit und vor allem ein adäquater Umgang mit dem Kunden sein – dann klappt es auch mit dem Verkaufen.

Auch wenn es gerade in der aktuellen Marktlage keiner hören will: Die Klon- und Privatimport-„Problematik“ ist heute kleiner den je! Natürlich tut das aktuell im eher schlechten Marktumfeld mehr weh als „damals“, als man jeden Monat 20% Umsatzplus hatte. Jeder, der zu sich selbst ehrlich ist, weiss aber, dass es vor ein paar Jahren merklich üblicher war, Klone zu kaufen und auch in den sozialen Medien zu zeigen, als heute.

Wie immer freuen wir uns über Feedback auf unserer Facebook Seite

(1) https://www.facebook.com/groups/DampferHorizont/permalink/2596362787123170/

(3) https://www.facebook.com/groups/E.Zigaretten.und.Liquids/permalink/3469037329836311/

(2) https://www.it-recht-kanzlei.de/verkauf-e-zigarette-liquids-eu-import.html?print=1&fbclid=IwAR0wEQ_ZPLjTeRGQUyg-9w9W-QC07TGbJFcOoUDdzBhFwlinV36TaLa7rLk

* links der Klone, rechts das frisch gereinigte und zum Umtausch bereitliegende Original. Der Klon war und ist dicht.