Dampfen in anderen Ländern: Thailand

Der eine oder andere hat sicher mitbekommen, dass ich mich mal knapp 4 Wochen in den Urlaub abgesetzt hatte. Den hatte ich auch nötig.

Das Ziel war Thailand.

Und damit ein Land, in dem Dampfer es nicht einfach haben.

Denn dort ist Dampfen verboten. Genau wie der Alkoholverkauf außerhalb gewisser Zeitfenster, Prostitution und vieles mehr. Verbote sind da echt beliebt. Nur eine flächendeckende Durchsetzung ist etwas daran scheitert man grundlegend und pauschal bei vielem dort. Und das oft schon seit Jahrzehnten. Für jeden, der das Land kennt, möchte ich Zebrastreifen und rote Ampeln als ein Beispiel anführen 🙂 .

Dafür hat man Kiffen dieses Jahr legalisiert.

Cannabisshops gibt es an jeder Ecke und das ursprünglich geplante „Legalisieren von medizinischem Cannabiskonsum“ ist schon direkt zum Start fast in ein „viele sind bekifft“ abgeglitten 🙂 .

Veränderungen

Als ich 2019 das letzte mal in Thailand war, musste ich mich als Dampfer noch als Exot fühlen. Man sah nur wenige Touristen, die gedampft haben. Zumindest in der Öffentlichkeit.

Einheimische, die gedampft haben, waren noch recht selten und auch das Angebot an Produkten vor Ort war quasi null. Der Offlinehandel existierte kaum und man musste Online aus dem Ausland bestellen. Dafür war das Rauchen auch in Clubs und Discos ganz normal.

Und jetzt schaue ich mir 2022 an und stelle fest: Gerade in Thai-Clubs (also Locations, die wenig bis keine Touristen als Kunden haben) ist das Rauchen mittlerweile gegen null zurückgegangen. Damit meine ich aber auch Clubs/Discos. Outdoor wird da immer noch fleißig in der Masse geraucht!

Clubs die eher den Touristen ansprechen „erlauben“ allerdings auch heute noch das Rauchen fast überall.

Dafür sieht man mittlerweile ganz viele Pods und Einwegdampfen bei den Einheimischen.

Auch finde ich auf den Nachtmärkten mittlerweile ein solides Sortiment an Hardware aus dem Pod und Einwegbereich. Und mit Einweg meine ich da eher Systeme wie diese:

Und da reden wir über ein Modell mit einem 1.2 Ohm Meshcoil, 12ml Liquid und 50mg/ml. Und das Ganze kommt mit einem via USB-C ladbaren 650 mAh Akku. Mich hat das Teil knapp 2 Wochen begleitet, bis es leer war ….

Der Einwegmarkt dort wird mittlerweile von System dominiert, deren Akku nachladbar ist und die meist >7 ml haben.

Dazu gab es diverse kleinere nachfüllbare Podsysteme zu kaufen (meist Voopoo und Smok) und eine brauchbare Auswahl an malaysischen Liquids, die aber vermutlich einen hohen Coilverschleiß nach sich ziehen werden.

Der Markt wird aber aktuell von closed Pods (viel Relx) und Einweg dominiert und Höherwertiges findet man primär im Onlinehandel. Den gibt es aber mittlerweile auch im Land und der liefert auch brav in Hotels 🙂

Bilder der Verkaufsstände spare ich mir hier, da es halt am Ende vom Tag dort nicht erlaubt ist.

Ich werden aber die Tage einen kurzen Artikel mit einigem an zerlegten Einwegmodellen bringen, die mir dort zugelaufen sind.

Fazit:

Solange man das Ganze diskret macht, kommt man als Dampfer dort ganz gut rum.

Die Anzahl der Thais, die dampfen, ist imho massiv gestiegen. Und das möchte ich als Erfolg sehen. Auch ist die Akzeptanz in der Bevölkerung viel höher wie früher.

Leider ist es nach wie vor illegal dort.

Und das hat als Folge, dass man, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, doch eine Menge Stress bekommen kann. Dessen muss man sich zu 100% bewusst sein!

Hätte ich keine Familie dort, dann würde ich da aktuell woanders hinfliegen. Aber ich habe halt Familie dort 🙂 .

Für mich war es überraschend zu sehen, wie stark die Anzahl der Nutzer in den letzten 3 Jahren zugenommen hat, obwohl es formal verboten ist.

Ich hoffe, dass die Bestrebungen auch vieler in der dortigen Politik Erfolg haben und man das Ganze legalisiert.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche und bleibt gesund!